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Ohm Sweet Ohm – unser Kollege Christoph Linke über das Lernangebot für unsere Auszubildenden

4. Juli 2024

Christoph, du kümmerst dich seit deinem Einstieg um die Auszubildenden bei besecke. Wie ist es dazu gekommen und wie genau sieht das Angebot für sie aus?

Also im Grunde gab es das Angebot auch vorher schon, aber eher als eine Art Nachhilfe. Die Auszubildenden konnten Rückfragen stellen, und ein Kollege hat diese beantwortet. Da ich einen Ausbilderschein habe, habe ich das Projekt übernommen und etwas anders strukturiert. Ich schule da vor allem im Theoriebereich, da der Sprung für die Auszubildenden hier häufig recht groß ist, denn naturgemäß muss man in der Elektrotechnik natürlich viel Mathe machen, das ist nicht für alle einfach. Ich habe daher das Angebot in einen richtigen Unterricht überführt und biete 2 Stunden Unterricht pro Woche im ersten Lehrjahr an.

Da arbeiten wir tatsächlich nach Lehrbuch. Ich versuche möglichst alle Lücken zu schließen, die manchmal durch die Berufsschule entstehen können, weil dort nicht alles unterrichtet wird. Damit unsere Auszubildenden also eine richtig gute Grundlage haben. Teilweise bauen wir dann auch mal Versuche auf, um z. B. zu üben, Messungen durchzuführen oder Ähnliches.

Ist das etwas, das andere Unternehmen auch in der Form anbieten?

Also ich würde sagen: nein! Ich weiß natürlich nicht, wie es in den ganz großen Unternehmen ist. Dort kann ich mir vorstellen, dass es solche Angebote eventuell auch gibt. Aber ich denke, für unsere Größe ist es erstmal ein Alleinstellungsmerkmal.

Und wie wird das von den Auszubildenden angenommen? Empfinden sie das als Pflichtveranstaltung oder kommen sie gern?

Also als Pflichtveranstaltung wird es – denke ich – nicht gesehen, eher im Gegenteil. Die meisten kommen wirklich gern. Ich habe auch sehr deutlich gemacht, dass das ja keine Schule ist, sondern sie in unserem Unterricht ganz frei sprechen können und mit all ihren Fragen und auch Fehlern, die sie vielleicht gemacht haben, zu mir kommen können. Sie wissen, dass ich da auf keinen Fall zusätzlichen Stress machen möchte, sondern eher begleiten will, wenn sie Fragen haben. Und das entspannt das Ganze natürlich sehr. Manche wollen dann auch mal mehr wissen, die muss man dann manchmal auch etwas ausbremsen, damit die etwas Stilleren auch zu ihrem Recht kommen. Also alles in allem wird das wirklich gut angenommen.

Ich war z. B. gerade unten in der Fertigung und da kamen auch direkt einige junge Kollegen auf mich zu und haben gesagt, sie haben ein neues Thema und würden das gern im nächsten Unterricht besprechen. Sie wollen diese Unterstützung also auch haben. Denn sie können damit ja auch durchaus ihre Noten verbessern. Man kann da natürlich keine Wunder vollbringen, aber von einer 3 auf eine 2 das schaffen wir dann schon mal gemeinsam und das ist ja auch gut, denn letztlich ist das Ausbildungszeugnis ja wichtig für ihren Einstieg in die Berufswelt.

Apropos Einstieg in die Berufswelt … Warum ist das eigentlich ein spannender Beruf? Warum würdest du jemanden raten, eine Ausbildung in der Elektrotechnik zu machen?

Weil man ein so breites Feld hat. Von Programmierung über Montagearbeiten bis hin zu Automatisierung. Hinzu kommen ja vor allem auch durch die politische Entwicklung immer wieder neue Themen, wie Elektromobilität, Energieverteilungssysteme und so weiter. Also das ganze Feld ist so groß, dass man seine Stärken wirklich nutzen und seine Interessen verwirklichen kann, wenn man sich für Technik interessiert. Ich habe eben auch meinen Platz gefunden und die Sachen, die mich interessieren, und natürlich gibt es auch Dinge, in denen man nicht gut ist und die man in der Ausbildung oder im Studium machen muss, aber dann später seinen Platz zu finden ist einfach, weil das Feld der Möglichkeiten so groß ist.

Und es ist auch ein vielfältiges Berufsfeld, zum einen ist es handwerklich, zum anderen kommen aber immer wieder neue innovative Themen, z. B. weil Bauteile sich ändern und so weiter. Man bleibt also nicht auf der Stelle stehen.

Du bist gerade ein bisschen gestolpert, als du von euren Jungs in der Ausbildung gesprochen hast, und hast dann Mädchen noch hinterhergeschoben. Es ist ja leider immer noch so, dass bestimmte Berufe noch sehr traditionell Männern oder Frauen zugeschrieben werden. Wie ist es denn bei besecke, gibt es auch Mädchen in der Ausbildung?

Ja, wir haben aktuell eine Auszubildende, Annabell, und sie ist auch sehr gut in verschiedenen Bereichen. Und ja, leider ist es noch so, dass in der Schule und auch in den Medien vermittelt wird, dass es eher ein Beruf für Männer ist. Da heißt es ja oft von Anfang an, das kannst du nicht oder Mädchen werden vielleicht in den Naturwissenschaften, z. B. Physik, nicht richtig gefördert. Und das ist leider sehr schwierig, das im System zu verändern.

Was würdest du denn anders machen, wenn du jetzt in der Schule unterrichten würdest? Wie würdest du versuchen, auch mehr Mädchen für das Berufsfeld zu begeistern?

Ach, ich weiß gar nicht. Ich glaube, ich würde einfach viele Versuche machen und versuchen, viel Praxis zu vermitteln. Und dann ist da natürlich auch das Thema Genauigkeit, z. B. beim Löten, und natürlich ist das jetzt auch wieder ein Vorurteil, aber da haben Mädchen oft ein besseres Händchen für. Man kann über individuelle Stärken, z. B. im Rechnen, schon Interesse wecken. Aber dieser Praxisbezug wird in den Schulen leider häufig versäumt. Wir sehen das häufig, wenn wir Praktikanten haben, da fehlen oft wirklich die Vorstellungen von der Praxis und Grundlagenwissen.

Wer also Interesse an Technik und einer zukunftsfähigen Berufsausbildung hat, ist bei besecke #HerzlichWillkommen für eine Ausbildung mit Hochspannung.
#PowerAZUBI

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